Diese Stoffe halten im Herbst und Winter am besten warm

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Die kalte Jahreszeit hat durchaus ihre Vorzüge: man kann so viele Schichten an Kleidung aus den wärmsten Materialien tragen wie man möchte oder muss, um es schön warm zu haben. Herbst und Winter sind die Monate, in denen der kuschlige Lieblingspulli lockt und der angenehm warme Schal immer in Reichweite ist. Mit extra wärmenden Materialien ist in Sachen Modedesign und Kleidung alles möglich.

Und klar, das Zwiebelprinzip ist zurecht beliebt, weil es flexibel macht. Bei Bedarf kann man für mehr oder weniger Wärme sorgen. Vor allem aber spart man Geld. Denn ein paar Schichten leichterer Kleidungsstücke halten tatsächlich besser warm, als ein dickes, teures einzelnes. Aber auch das richtige Schichten will gelernt sein! Denn nicht jeder Stoff ist gleich gut etwa als unterste Schicht geeignet, die direkt Kontakt mit der Haut hat.

Die besten 6 Materialien für wintertaugliche Kleidung

Während der Inhalt von Garderobe und Kleiderschrank selbstverständlich ein Ausdruck des persönlichen Stils sind, herrscht bei der Wahl der Stoffe, die im Winter am besten warm halten, absolute Einigkeit.

Baumwolle

Baumwolle ist sehr universell und vielseitig. Man kann sie zu dünnen Stoffen für den Sommer verarbeiten, ebenso wie zu dicken, die den winterlichen Temperaturen optimal standhalten. Außerdem ist Baumwolle eine tolle Alternative für alle, die gegen andere Naturmaterialien wie etwa Schurwolle allergisch sind. Sie ist recht langlebig, vor allem aber atmungsaktiv und super weich. Ein Nachteil ist allerdings, dass Baumwolle Feuchtigkeit absorbiert. Man sollte Kleidung aus Baumwolle also vor allem bei klirrender Kälte nicht als einzigen Stoff an der Haut tragen. Dazu jedoch gleich mehr.

Leder und Lederimitat

Ja, Leder muss einigermaßen gepflegt werden. Aber wer seinen Kleidungsstücken aus Leder diese Pflege angedeihen lässt, hat sehr lange Freude daran. Leder ist ein einzigartiges Textil, weil es mit dem Alter sogar besser zu werden scheint – es passt sich den Konturen an, ist widerstandsfähig und ein großartiger Schutzschild gegen Wettereskapaden. Als tierfreundlichere Option steht auch Lederimitat bei den wärmsten Stoffen für das Winteroutfit ganz weit oben.

Wolle

Wolle hat von Natur aus isolierende Eigenschaften und ist überdies auch noch wasserabweisend. Für winterliche Temperaturen mit Schnee und regnerische Tage im Herbst ist Schurwolle das absolute Nonplusultra, weil es unglaublich warm hält. Noch dazu ist Wolle ein sehr leichter Stoff, gleichzeitig aber sehr strapazierfähig, wodurch eure Winterkleidung aus Wolle recht langlebig wird. Insgesamt ist Wolle eine der besten Stoffe für sowohl legere als auch formellere Outfits, die trotzdem warm halten.

Pelz und Pelzimitat

Pelze halten den Menschen seit Millionen Jahren schon warm. Seit Einführung der Zentralheizung haben Kleidungsstücke aus Pelz höchstens noch den Status eines Statement-Piece. Zum Warmhalten braucht man die oft unter grausamen Bedingungen hergestellten Klamotten nicht mehr. Zwar halten sie noch genauso warm, wie zu Zeiten unserer Vorfahren, doch dank Pelzimitat kann man mittlerweile modisch genauso auf den Putz hauen – und das, ohne einem Tier sein Fell zu stehlen. An Wärme muss man auch mit Pelzimitaten nichts einbüßen und spart im Gegenteil sogar noch aufwändige Pflege.

Fleece

Fleece ist mittlerweile das stoffgewordene Pendant zu Winter. Es ist ein unendlich bequemer Stoff und wiegt relativ wenig. Dadurch ist er besonders für Funktionskleidung und Alltagskleidung hervorragend geeignet. Außerdem ist Fleece eine recht günstige Faser, weshalb wintertaugliche Kleidung aus Fleece auch für knappere Budgets erschwinglich ist. Allerdings ist Fleece nicht wasserabweisend, für ein Schneegestöber oder einen herbstlichen Regenguss also denkbar ungeeignet. Und beim Zwiebellook als oberste Schicht – zumindest bei entsprechenden Wettervorhersagen – auch nicht zu empfehlen.

Daunen

Das beste Verhältnis von Eigengewicht zu Isolationseigenschaft besitzen Daunen. Anders gesagt: Daunen halten super warm, wiegen gleichzeitig aber kaum was. Es gibt damit allerdings ein Problem: wenn Daunen nass werden, versagen die Isolationseigenschaften. Eine Daunenjacke etwa ist ein super Winteraccessoire, aber nur, wenn das Obermaterial aus einem wasserabweisenden, atmungsaktiven Stoff besteht. Daunen sind toll, aber besonders viel Bewegungsspielraum und Flexibilität lassen die puffigen Kleidungsstücke, die damit gefüllt sind, nicht zu.

Zwiebellook im Winter: die wärmsten Stoffe richtig schichten

Der wichtigste Tipp zum richtigen Schichten unterschiedlicher Stoffe und Materialien für ein wärmendes Winteroutfit ist:

Man schichtet nach Materialeigenschaft.

Direkt auf der Haut sollten etwa keine feuchtigkeitsabsorbierenden Stoffe wie Baumwolle getragen werden. Diese absorbieren Schweiß, wodurch die Feuchtigkeit im direkten Hautkontakt verbleibt. Jeder noch so minimale Luftzug in der Jacke transportiert kontinuierlich Wärme vom Körper weg und kühlt ihn aus. Das Baumwoll-Shirt unter der Jacke verfügt indes über einen nie enden wollenden Vorrat an Feuchtigkeit aus Schweiß und der Umgebungsluft. Ein Garant dafür, dass man mit Baumwolle an der Haut im Winter frieren wird.

Stattdessen sollte die unterste Schicht beim Zwiebellook aus wasserabweisenden Materialien wie Wolle oder Fleece bestehen. Beide Stoffe transportieren Feuchtigkeit zügig vom Körper weg, ohne sie aufzusaugen. Eine leichte, sehr dünne Lage Fleece ist also perfekt als unterste Schicht für den Zwiebellook geeignet. Besser als Fleece ist nur Wolle. Die transportiert nicht nur die Feuchtigkeit ab, sondern ist auch noch unglaublich gut darin, trockene, warme Luft einzuschließen. So dringt der kalte Winterwind niemals durch das Material und die isolierende Warmluftschicht durch und man bleibt immer warm.

Die Faustregel für einen Zwiebellook, der im Winter richtig warm hält ist also: Man beginne mit einer angenehmen, wasserabweisenden Lage, die direkt auf der Haut getragen wird. Darüber zieht man ein mittelschweres Kleidungsstück an – etwa aus Fleece. Und darüber erst dichtere Gewebe wie Leder oder atmungsaktive Synthetikfasern.


Foto von EVG Culture von Pexels

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