Italienische Mode: Frischer Wind in der Designwelt

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Italien ist berühmt für seinen tonangebenden Einfluss auf die Mode in der ganzen Welt. Zwar sind einige berühmte Labels wie Gucci, Bulgari, La Perla und Valentino längst von ausländischen Investoren eingekauft worden. Doch das hat dem Ruhm, der Beliebtheit und dem Einfluss italienischer Fashion auf dem Weltmarkt keinerlei Abbruch getan. Und während Prada, Armani und OVS in aller Munde (und Kleiderschränke) sind, wächst hinter den Kulissen eine ganz neue Modegeneration in Italien heran, die außerhalb der Landesgrenzen (noch) echte Geheimtipps sind.

Wie italienische Mode die Welt eroberte

Mode aus Italien ist seit jeher bekannt für akribische Verarbeitung und exklusive Materialien. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde Italien zur wahren Wiege weltberühmter Fashion. Vor dem Krieg gaben die französischen Modedesigner den Ton an und die Italiener, wie alle anderen, folgten deren Vorgaben brav nach. Doch schon bald nach Ende des Krieges, erwuchs eine italienische Mode in ganz eigenem, unverwechselbarem Stil.

In den 1950ern und 60ern widmeten sich französische Modemacher wie Dior oder Fath schnell wieder der Haute Couture. Italienische Designer hingegen erkannten den Bedarf, den vor allem Frauen an bequemer und vielseitiger Kleidung hatten, die dabei aber sehr gerne auch maßgeschneidert und raffiniert sein durfte. Und so trugen bald schon die Größen der Leinwand italienische Schnitte und verschafften dem Label „Made in Italy“ Weltruhm.

Italien ist Heimat der berühmtesten Designer und Fashionbrands wie Gucci, Diesel, Dolce & Gabbana, Prada, Versace, Laura Biagiotto, Moschino und Sergio Rossi, deren Kollektionen und Designs gleichzeitig weltmännisch und unverwechselbar elegant sind. Die italienische Modebranche rühmt sich einer einzigartigen Kreativität und Innovation – diesen Ruf und die Omnipräsenz der großen Modehäuser in aller Welt hat sich Italien hart, aber nachhaltig, erarbeitet.

Die Erben der großen Fashiondesigner – 3 Tipps

Maßgeschneiderte Handarbeit hat in Italien nicht nur Tradition. Sie ist für die neue Generation von Designern und Modemachern eine Frage der Ehre. Das großartige daran ist, dass dadurch jedes Kleidungsstück ein Unikat ist, das zudem noch wie angegossen sitzt. Und dank Internet ist es auch möglich, an solche exklusive Kleidung zu gelangen, ohne eigens einen Shoppingurlaub einlegen zu müssen – wobei das für echte, modebewusste Tussis natürlich sowieso immer mal drin sein sollte.

Diese 3 Geheimtipps der neuen italienischen Designergeneration sollten Fashion Victims unbedingt auf dem Schirm haben:

St. Georges – Colle Umberto

Das Label St. Georges wurde 1955 von Elda Da Re gegründet, die ihre Kunden zunächst noch in einem kleinen Atelier in ihrem Haus begrüßte, wo sie sie vermaß und später auch die Kleider nähte. Nur wenige Jahre später konnte sie es sich – auch dank der Unterstützung ihres Mannes Giorgio, der Namenspate für den Labelnamen stand – leisten, ihr Modestudio auszubauen. Innerhalb eines Jahrzehntes hatte sie es geschafft, ihre Kreationen in Modeboutiquen in ganz Italien zu platzieren und wurde in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren sogar in der italienischen Vogue gefeatured.

Im neuen Millennium übergab die erfolgreiche Modemacherin aus Treviso ihr Geschäft an ihre Kinder Mara und Matteo, die es bis heute führen und an der Tradition von Raffinesse und Qualität festhalten. Bei St. Georges wird vor allem mit Merinowolle und Mohair gearbeitet. Für die Sommerkollektion aber auch mit Viskose und reiner Baumwolle. Alle Kreationen können im Online-Shop bestellt werden, aber das Label bietet auch individuelle Fertigungen nach Kundenvorgaben und Maß an.

Feleppa – Morrovalle

Das Label Feleppa sollten modebewusste Tussis ganz besonders gut im Blick behalten. Nicht nur, weil die Modemacherinnen Zwillinge sind, sondern auch, weil sie bereits im Alter von 26 Jahren geschafft haben, in diversen, wichtigen Fashionmagazinen in Italien vorgestellt zu werden. Die zwei Schwestern aus den Marken arbeiten aus Überzeugung zusammen und entwickeln jedes Kleidungsstück von Anfang bis Ende in Handarbeit. Ihr Vorbild sind dabei die Sorelle Fontana, ein Label aus Rom, das in den Vierzigerjahren von drei Schwestern gegründet wurde und heute 40 Mitarbeiter hat.

Schwerpunkt der Arbeit der Zwillingsschwestern sind elegante Kleider für jeden Anlass. Auf Details und Materialien legen sie ganz besonders viel wert und bleiben in Sachen Stil und Schnitt immer am Puls der Zeit. In ihren Kreationen wollen sie einerseits ihrem Sinn für Ästhetik Ausdruck verleihen, andererseits aber auch der Exklusivität ihres Zusammenhaltes, die sie als die eigentliche Stärke ihres Modebrands bezeichnen. Als Tussi, die ihrer Weiblichkeit gern in Form von hochwertigen Kleidern Ausdruck verleiht, die sowohl auf festlichen Anlässe als auch im Alltag schick und komfortabel sind, lohnt ein Blick in den Online-Shop der Zwillinge.

Federica Bellesi – Macerato

Die Jungdesignerin Federica Bellesi kreiert Fashion für Tussis, die einen mutigen Style bevorzugen. In ihren Kleidern und Jumpsuits, Westen und Kombiteilen arbeitet sie mit angesagten, auffälligen Farben und Mustern. Vor allem aber mit extravaganten Stoffen und Applikationen. Ihre Entwürfe bezeichnet sie als einen Mix aus Festlichkeit, Leidenschaft, Hingabe und Liebe. Das haben mittlerweile auch Modeexperten in Mailand, Paris und Abu Dhabi erkannt, wo Federica Bellesi 2016 erstmals ihre Looks auf den Laufstegen angesagter Fashion Shows präsentiert hat.

Doch ihre erste eigene Kollektion hat sie bereits 2013 entworfen, deren Erfolg 2014 in der Gründung ihres Labels mündete, das sie schlicht nach ihrem eigenen Namen benannt hat. Damit ging die Eröffnung ihres ersten Showrooms in ihrer Geburtsstadt Macerato in den Marken einher und kurz darauf die einer Boutique in der Modehauptstadt Italiens, in Mailand. Dort können Shopping-Urlauberinnen auch das ein oder andere Stück aus ihren Kollektionen für spezielle Anlässe ausleihen. Aber selbst so ein ausgefallenes, sinnliches und raffiniertes Stück im Schrank zu haben, ist dann doch noch mal etwas Anderes. Für den nächsten ganz großen Auftritt in einem Outfit wie frisch vom Catwalk sind Tussis aber nicht auf einen Shoppingtrip nach Mailand angewiesen, sondern können Federicas Kreationen auch online erwerben.


Foto von MAX LIBERTINE on Unsplash

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