Warum man Socken als Kleidungsstück und Geschenk unterschätzt

0 Kommentare

Als Geschenk haben Socken einen denkbar schlechten Ruf. Sie sind praktisch, also langweilig. Sie sind erschwinglich, also billig. Sie sind universelle, also faul. Als nicht besonders sichtbarer Teil eines Outfits, werden sie gemeinhin nicht als besonders luxuriös oder spannendes Element betrachtet. Allerdings ist das eine ziemlich einseitige Betrachtung. Denn die gleichen Eigenschaften, die Socken als schlechte Geschenkidee stigmatisieren, können durchaus sogar für Socken als Geschenk sprechen.

Jeder hat, jeder braucht, jeder trägt Socken

Früher oder später braucht jeder neue Socken. Man könnte zwar, beim Blick in beinah jede Sockenschublade der Welt, meinen, dass die vor Strümpfen und Socken überquillt. Aber bei genauerer Betrachtung besteht ein Großteil der darin befindlichen Füßlingen aus Socken mit Löchern oder unvollständigen Paaren, weil die Waschmaschine immer irgendeinen Strumpf verschluckt. Und aus gerippten Kniestrümpfen zum Wandern, die sowieso noch nie zum Einsatz kamen. Würde man die alle aussortieren, würden wohl kaum jemandem mehr als 10 Paar Socken bleiben. Was fatal wäre. Denn allein für den Sommer braucht man schon mindestens kurze Wechselsocken für eine Woche, im Winter waden- oder gar kniehohe Thermosocken – und wer dann noch regelmäßig Sport treibt, braucht auch dafür geeignetes Strumpfwerk. Von feinen Strickwaren für besondere Anlässe, speziell als Frau, mal gar ganz abgesehen.

…und dann sollte jeder noch mindestens ein paar Socken für gemütliche Couchabende Zuhause besitzen, die vor allem einfach Wohlgefühl und Komfort vermitteln.

Socken – das verkannte Kleidungsstück

Ähnlich wie Unterwäsche, sind Socken und Strümpfe eine Art zweite Haut. Anders als (die meisten) Dessous, sind Socken aber bequem und relativ kostengünstig. Außerdem können Socken jedem insgeheim den Tag verschönern – niemand anderes weiß schließlich, dass man unter der Jeans mit Blazer oder dem Büro-Outfit personalisierte Socken mit dem Foto seiner Katze oder quietschbunte Ringelsocken trägt. So kann man sich mit kleinen Dingen selbst den tristesten Arbeitstag versüßen.

Das ändert selbstverständlich nichts daran, dass Socken auf der persönlichen Shopping-Dringlichkeitsliste, ähnlich wie für Herren Boxershorts, ziemlich weit unten stehen. Irgendwas braucht man immer dringender und nötiger, als jetzt ausgerechnet ein Paar neue Socken. Und genau das macht Strumpfwaren eigentlich zum perfekten Geschenk. Denn selber kaufen tut sich diese unterschätzten Alltagskleidungsstücke kaum jemand regelmäßig – und wenn, dann meist aus der Not heraus.

4 Gründe, warum Socken ein legitimes Geschenk sind

1. Socken sprengen das Budget nur, wenn man es möchte
Natürlich sind die Preisspanne auch für Socken nach oben potentiell offen. Für das Wichteln mit den Arbeitskollegen zur Weihnachtsfeier müssen es nicht die teuren Lammfellsocken sein. Aber als Geschenk zum ersten Arbeitstag des Partners oder Sohns kann es durchaus ein hochwertiges Designersocken-Paar sein, warum nicht?

2. Socken sind gemütlich
Kaum ein anderes Kleidungsstück symbolisiert Gemütlichkeit Zuhause so, wie warme Woll- oder Kuschelsocken. Gepaart mit einer warmen Decke für das abendliche Buch oder das sonntägliche Binge-Watching auf der Couch, verschenkt man mit solchen Socken absolute Behaglichkeit.

3. Kein Größenwahnsinn beim Sockenkauf
Selbst, wenn man die Kleidergröße der Person kennt, die man beschenkt, ist es eigentlich immer ein Blindflug, die passende Größe zu erwischen. Erst recht, weil Größenangaben in Kleidungsstücken nicht genormt und einheitlich sind. Bei Schuhgrößen ist das anders. Und wenn man die Schuhgröße kennt, werden die geschenkten Socken sicher passen. Da gibt’s kein Vertun.

4. Mit Socken kann man alles sagen
Musikliebhaber. Sportler. Katzenfan. Exzentriker. Es gibt keine Socken, die nicht zu irgendwem und jedem Anlass passen. Strümpfe mit Motiven, die eine Leidenschaft ausdrücken oder vom Lieblingsverein räumen auf mit dem Klischee des langweiligen Geschenks. Im Gegenteil, sie unterstreichen, dass man weiß, was der beschenkten Person gefällt. Und wenn das nicht von Umsichtigkeit und Aufmerksamkeit zeugt, was dann?!


Foto von Pedro Sandrini von Pexels

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.